Welterbe Tarragona: Tárraco und die Kathedrale
Der archäologische Komplex von Tárraco ist seit 2000 UNESCO-Weltkulturerbe. Eine ganze römische Hauptstadt zum Erkunden zu Fuß, gekrönt von der gotischen Kathedrale Santa Tecla.
Aktualisiert: 2026-06-02
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Das Welterbe von Tarragona dreht sich um Tárraco, den römischen archäologischen Komplex, der seit dem Jahr 2000 UNESCO-Weltkulturerbe ist. Dazu gehören das Amphitheater am Meer, der Zirkus, das Kolonial- und Provinzforum, die Stadtmauern, das Aquädukt Les Ferreres, die frühchristliche Nekropole, nahe Villen sowie die gotische Kathedrale Santa Tecla.
Die vier Höhepunkte von Tárraco
Römisches Amphitheater
Direkt am Meer gelegen, ist es das ikonische Bild von Tárraco. Hier starben 259 Bischof Fructuosus und seine Diakone; später entstanden eine westgotische Basilika und eine romanische Kirche.
Zirkus und Provinzforum
Der römische Zirkus für Wagenrennen bewahrt Gewölbe und Tribünen unter der Altstadt. Daneben strukturierten das Provinzforum und der Prätoriumsturm die politische Macht der Provinz.
Mauern und Archäologischer Spazierweg
Die Mauern aus dem 2. Jh. v. Chr. sind die ältesten außerhalb Italiens. Der Archäologische Spazierweg führt an ihnen entlang, vorbei an megalithischen Fundamenten, Toren und gut erhaltenen Türmen.
Aquädukt Les Ferreres
Bekannt als Pont del Diable (Teufelsbrücke), erhebt sich dieses römische Doppelbogen-Aquädukt in einem Park etwa 4 km nördlich der Stadt. Der Eintritt ist frei und man kann oben darüber gehen.
Das Welterbe in der Tiefe erleben
Kolonialforum und frühchristliche Nekropole
Das Kolonialforum war das Herz der römischen Stadt, mit Basilika und Tempeln; noch heute sieht man Säulen und Straßen. Am Fluss Francolí ist die frühchristliche Nekropole einer der besterhaltenen spätrömischen Friedhöfe des Reichs, mit einem Museum voller Sarkophage und Mosaike aus dem 3. bis 5. Jahrhundert.
Römische Villen in der Umgebung: Els Munts und Centcelles
Außerhalb der Stadt bewahrt die Villa dels Munts in Altafulla (rund 12-14 km) Thermen, Wandmalereien und Meerblick. Das Mausoleum von Centcelles in Constantí (rund 5-6 km) birgt die älteste bekannte Kuppel mit frühchristlichen Mosaiken. Beide gehören wie ein Großteil des Komplexes zum MNAT.
Kathedrale Santa Tecla
Auf dem Hügel des einstigen Kaisertempels gelegen, wurde die Kathedrale 1171 begonnen und 1331 geweiht. Es ist ein Übergangsbau von der Romanik zur Gotik: gotisches Hauptportal, romanische Seitentüren und ein Kreuzgang, der beide Stile vereint. Das Diözesanmuseum rundet den Besuch ab.
Praktische Informationen
Beste Reisezeit: Frühling und Herbst eignen sich ideal, um Tárraco ohne die Sommerhitze zu Fuß zu erkunden. Besonders empfehlenswert ist der Mai mit Tàrraco Viva, einem Festival historischer Vermittlung mit römischen Inszenierungen. Im Winter gibt es weniger Andrang und sanfteres Licht zum Fotografieren.
Anreise: Von Barcelona Sants erreichen die Regionalzüge R14, R15, R16 und R17 Tarragona in etwa 46 Minuten. Vom Bahnhof aus sind die Altstadt und die meisten Monumente fußläufig erreichbar. Die Villen außerhalb (Els Munts, Centcelles) erfordern Auto oder Bus.
Tickets und Besuche: Viele Monumente haben einen günstigen Einzeleintritt, und oft gibt es ein Kombiticket für mehrere Stätten. Das Aquädukt Les Ferreres ist kostenlos. Prüfe die Öffnungszeiten auf der offiziellen Seite von Tarragona Turisme, da sie je nach Saison variieren.
Häufige Fragen zum Welterbe von Tarragona
Warum ist Tárraco UNESCO-Weltkulturerbe?
Die UNESCO erklärte den archäologischen Komplex von Tárraco im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe, weil er ein außergewöhnliches Ensemble der Bauten einer römischen Provinzhauptstadt bewahrt — Amphitheater, Zirkus, Foren, Mauern und Aquädukt —, das als städtebauliches Vorbild für andere Städte des Reichs diente.
Wie viele römische Monumente kann man besichtigen?
Man kann über ein Dutzend Stätten besuchen: Amphitheater, Zirkus, Kolonialforum, Provinzforum mit Prätoriumsturm, Mauern, Aquädukt Les Ferreres, frühchristliche Nekropole und das MNAT, dazu die nahen Villen Els Munts (Altafulla) und Centcelles (Constantí).
Kann man das ganze Welterbe an einem Tag sehen?
Den Stadtkern (Amphitheater, Zirkus, Foren, Mauern und Kathedrale) kann man bequem an einem Tag zu Fuß erkunden. Für das Aquädukt und die Villen außerhalb lohnt sich ein zusätzlicher halber Tag oder ein zweiter Tag, da man dorthin fahren muss.
Ist die Kathedrale auch römisch?
Nein: Die Kathedrale Santa Tecla ist mittelalterlich, erbaut zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert im Übergangsstil von der Romanik zur Gotik. Sie steht jedoch auf dem Gelände des einstigen römischen Kaisertempels und knüpft so direkt an die Vergangenheit von Tárraco an.
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